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10.2.2 Anschlussdetails

Nichttragende Innenwände sind im Allgemeinen an den angrenzenden Wänden zu befestigen bzw. an diese anzuschließen. Dies geschieht u.a. derart, dass Flachstahlanker i.d.R. aus Edelstahl in die Mörtelfugen an den Ecken zu den anschließenden Wänden eingelegt werden (s. Bild 10-5). Anschließend wird die Innenwand aufgemauert und die Stoßfuge zwischen nichttragender Wand und Querwand entweder mit Mauermörtel aufgezogen oder knirsch versetzt.

Mauerwerkslehre
Bild 10-5: Aufmauern und anschließen einer nichttragenden Innenwand aus Kalksandstein

Beim Anschluss der Innenwand an die Decke wird unterschieden, ob die Wand seitlich gehalten wird oder sich frei bewegen kann. Gleich ist bei allen Anschlussarten, dass zwischen der Oberseite der Wand und der Unterseite der Decke ein Füll-/Dämmstoff angeordnet wird, damit zwar ein Raumabschluss vorhanden ist, die Decke sich jedoch auch bei einer geringfügigen Durchbiegung nicht sofort auf die Wand auflagert. Handelt es sich um eine horizontal verschiebliche Wand, werden darüber hinaus keine weiteren Halterungen oder Bauteile angeordnet. Bei einer seitlich gehaltenen Wand werden oftmals Stahlwinkelprofile verwendet, die an der Decke befestigt werden. Diese können entweder links und rechts der Wand montiert werden und damit eine Verschiebung verhindern, oder auch in einer Aussparung in der Wandmitte (s. Bild 10-6).

Mauerwerkslehre
Bild 10-6: Möglichkeiten zur Ausführung des oberen Wandanschlusses