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1.2.4 Porenbeton

Porenbetonsteine bestehen ähnlich wie die Kalksandsteine zu einem großen Teil aus Quarzsand und Kalk, wobei hier noch Zement oder gebrannter Kalk sowie Anhydrit oder Gips hinzugegeben bzw. der Kalk teilweise auch komplett durch Zement ersetzt wird. Als Poren bildendes Treibmittel wird Aluminiumpulver bzw. -paste zugesetzt und die Aushärtung erfolgt unter Dampfdruck. Dadurch beträgt der Anteil der Luftporen am Steinvolumen bis zu 80 Prozent. Um Porenbeton mit einer Rohdichte von 400 kg/m³ herzustellen werden ungefähr 215 kg/m³ Quarzsand, 225 kg/m³ Wasser, 135 kg/m³ Zement und Zement, 16 kg/m³ Gips bzw. Anhydrid und 0,5 kg/m³ Aluminiumpulver benötigt. Kennzeichnend für Porenbetonmauerwerk sind eine gute Wärmedämmung sowie die im Vergleich zu der geringen Rohdichte relativ hohe Festigkeit.

Aus Porenbeton werden abgesehen von Plansteinen auch großformatige Planelemente und sogar ganze Wandtafeln gefertigt, die einen raschen Baufortschritt ermöglichen. Auch Decken- und Dachplatten aus Porenbeton sind verfügbar, die dann allerdings bewehrt ausgeführt werden. Darüber hinaus gibt es noch weitere Bauteile bzw. Bauprodukte aus Porenbeton wie beispielsweise Stürze, Flachstürze oder Treppenstufen.

Mauerwerkslehre Porenbeton
Mauerwerkslehre Porenbeton
Bild 1-7: Beispiele zu Porenbetonmauerwerk